PSYCHOTHERAPIE


Eine ganzheitlich orientierte Medizin vertritt die Auffassung, dass eine Krebserkrankung durch vielfältige Einflussfaktoren verursacht wird und immer in Zusammenhang mit dem Gesamtorganismus gesehen werden muss. Körper, Geist und Seele bilden eine Einheit – Krebs ist also eine Erkrankung des ganzen Menschen. Die psychische Stabilisierung ist ein wesentlicher Aspekt der ganzheitlich orientierten Krebstherapie. Forschungen aus der Psycho-Neuro-Immunologie, der Wissenschaft von den Zusammenhängen zwischen Psyche, Nerven und Immunsystem, stützen diesen Ansatz. So konnte beispielsweise gezeigt werden, dass positive Gefühle, Freude und Lachen die Aktivität der Abwehrzellen erhöhen, während Ängste, Trauer oder Dauerstress die Abwehrleistung des Organismus beeinträchtigen.

Ängste und depressive Gefühle begleiten oft Patienten mit schwerwiegenden Erkrankungen wie z . B. Krebs. Diese Gefühle können die Widerstandskräfte des Körpers minimieren und den Gesundungsprozess behindern. Wir möchten Ihnen hier Anregungen geben, was Sie selbst oder mit Hilfe professioneller Unterstützung für eine psychische Stabilisierung tun können. Bedenken Sie zunächst, dass Sie auch während der Erkrankung, auch trotz eines eventuell schweren Verlaufs, über gesunde Anteile verfügen. Diese “gesunden Anteile” bieten Ihnen Möglichkeiten, mit der Erkrankung zu leben. “Im Leben bleiben” sollte das Hauptaugenmerk sein und nicht die Frage nach der möglichen Anzahl der verbleibenden Lebensjahre.


Simonton

Carl Simonton (MD) war Facharzt für Strahlenheilkunde und Onkologie,  Leiter des Simonton-Cancer-Center in Kalifornien.

Als Pionier der Psycho-Onkologie arbeitete Dr. Simonton mehr als 30 Jahre lang mit Krebspatienten, die ihren Genesungsprozess aktiv unterstützen wollen. Die von ihm entwickelte Genesungsarbeit ist eine Chance, die Heilungswahrscheinlichkeit zu steigern.

Wissenschaftliche Studien haben die Wirkung der psycho-onkologischen Begleitung von Patienten eindrucksvoll bewiesen. Aus der Erkenntnis, dass der emotionale Zustand wesentlich zum Heilungserfolg beiträgt, entwickelte Dr. Simonton sein Trainingsprogramm, in dem er wirksame Methoden aus verschiedenen Philosophischen und Psychologischen  Schulen zusammentrug. Dabei war es ihm wichtig, Techniken anzuwenden, die den Teilnehmern seiner Seminare rasch dazu verhelfen, sich emotional und körperlich besser zu fühlen. Ziel des Simonton-Trainings ist es, die Selbstheilungskräfte zu aktivieren und die Lebensqualität zu erhöhen.

Seine Arbeit hat internationale Bedeutung für die Beratung und Begleitung von Krebspatienten. Wesentliche Elemente seiner Philosophie und Techniken haben Einfluss auf die praktische Beratungsarbeit im Feld der “Psycho-Onkologie” in den Vereinigten Staaten von Amerika, in Europa und in Japan.



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