ENzYMTHERAPIE


ENZYME

Enzyme spielen bei praktisch allen Stoffwechselvorgängen im Körper eine Rolle. In der biologischen Krebstherapie gehören sie zu den Wirkstoffen, die dabei helfen, das aus dem Ruder gelaufene Immunsystem wieder zu normalisieren:

  • Sie enttarnen Tumorzellen, so dass diese für das Immunsystem erkennbar werden. Sie lösen so genannte Immunkomplexe auf, die das Abwehrsystem irritieren. Killer- und Fresszellen können so ihre Aktivität wieder gegen Tumorzellen richten.
  • Außerdem hemmen sie Entzündungen und lassen Gewebeschwellungen abklingen.
  • Enzyme stärken die Immunabwehr, verbessern die Wundheilung und beugen Ödemen vor und können während einer Chemo- oder Strahlentherapie die Nebenwirkungen lindern.

In der unterstützenden Krebstherapie werden vor allem proteolytische, also eiweißspaltende Enzyme eingesetzt. Es sind vornehmlich Bromelain aus der Ananas, Papain aus der Papaya, sowie Trypsin und Chymotrypsin aus Bauchspeicheldrüsen von Tieren. Die Präparate enthalten diese Enzyme in hochgereinigter Form. Es gibt rein pflanzlich (wie z. B. Wobenzym P, Bromelain POS, Regazym Plus, Proteozym) oder gemischt tierisch-pflanzlich (wie z.B. Phlogenzym, Enzym-Wied N, Neozym E, Wobe-Mucos NEM oder KaRazym).

Unbedingt zu beachten ist die Einnahmezeit der Enzyme: diese sollte 60 bis 90 Minuten vor den Mahlzeiten erfolgen, da die Funktionsfähigkeit der Enzyme sonst nicht gewährleistet ist.




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